Wind & Wolken Sangha
eine Zen-Gemeinschaft in Schleswig-Holstein
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Jun 2015

Jizo-do

Es war an einem Abend im Juni vor drei Jahren. Eine kleine, kalte und in die Jahre gekommene Werkstatt - gerade eben so hoch, dass man darin mittig stehen konnte. Ein kahler Garten. Nicht so beflügelnd.
Aber davor zwei starke Kastanien, in etwa 200 Jahre alt.
"Das könnte es sein, unser Zendo", denken wir beide. Und fragen zur Verwunderung der Eigentümer viel zum kleinen Anbau, das Haupthaus nehmen wir kaum zur Kenntnis.

Beim Hinausgehen müssen wir uns bücken.
Der Blick fällt auf den Garten, in dem auf einer kleinen Anhöhe eine blutrote Hütte steht, der die Elemente bereits deutlich zugesetzt haben. "Und hier unser Teehaus" - wir schauen uns an. Hier, das ist es.
Kurz darauf stehen da wieder eine Hütte und eine Werkstatt, aber der kleine Ausflug reichte aus, um die Reise anzutreten.
Drei Jahre später und zwei Jahre nach dem Einzug in Keiko an malte uns letzte Woche Kaz Tanahashi das Namensschild: Jizo-do.
Die Hütte ist dem Bodhisattva der Frauen und Kinder, der Reisenden, der Schwachen und Benachteiligten und der Verstorbenen gewidmet.
Wir heißen unser neues Sanghamitglied ganz herzlich willkommen und hoffen auf regen Besuch!

Gassho, Juen und Nanzan


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Kalligraphie

Es wurde getupft und gezogen, gestrichen und geatmet, gestöhnt (naja, ein wenig) und gelächelt, gelacht und gearbeitet, geatmet und gesungen - beim diesjährigen Kalligrafiekurs mit Kazuaki Tanahashi in der Europäischen Akademie Sankelmark.

Obschon über die vielen Jahre hinweg die Erinnerungen verschwimmen und jeder Kurs ein besonderer ist - dieses Mal war die Zen-Fraktion so wunderbar vertreten, nicht nur durch die Wind und Wolken Sangha, sondern auch durch unsere Sanghafreundin Korei, die in Heidelberg und im Kloster Kosan Ryumon Ji bei Weiterswiller im Elsaß übt sowie durch Sanghaunterstützer aus Berlin und aus der Lüneburger Heide.
Nach der morgendlichen Meditation sprach Kazuaki über die Bedeutung des Herz Sutras und wahrscheinlich zum ersten Mal erklang dieses, auch dank der obigen Erfahrenen, in vollem, schönem Ton auf dem alten Wikingergrund südlich von Flensburg.

kalxyy

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Friedliches Verweilen

Wir hatten es schon lange im Sinn.
Nun schien der richtige Zeitpunkt gekommen: unsere erste Übungszeit, ein Versuch zunächst über vier Wochen.
Dank der regen Teilnahme wurden es reiche Wochen mit allmorgendlichem Zazen, einer Email-Klasse, zwei Sanghatagen zu den Paramitas, Formentraining, einem Sanghagarteneinsatz sowie schönen Gesprächs- und Diskussionsrunden und zweimaligem Sonntags-Zazen.

Mutig geworden, werden wir das nächste "Friedliche Verweilen" im kommenden Herbst anbieten, dieses Mal etwas länger.

Wir danken allen, die teilgenommen haben - für Euren Eifer und Eure Neugierde - allen, die uns durch wöchentliches Zazen in Musanji unterstützt haben und auch jenen, die diese Zeilen aus der Ferne lesen.
Denn für die wichtigste Aufgabe der Welt können wir jede Unterstützung gut brauchen!

Gassho,
Juen


ango15

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