Wind & Wolken Sangha
eine Zen-Gemeinschaft in Schleswig-Holstein
Navigation
Nov 2016

Mich bei meinem Namen nennen

Kinhin, das meditative Gehen zwischen dem Zazen, wird oft missverstanden als „Erholungspause“. 
Wir haben keine Schmerzen (mehr), endlich können wir uns wieder bewegen und schon funkeln die Gedanken munter drauf los.
Dogens Anleitungen für das Kinhin, das er von seinem Lehrer Tendo Nyojo in China erlernte, waren ähnlich präzise wie seine Anweisung für das Zazen in „Zazengi“: Handhaltung in „Shasshu“, Nase, Fußspitzen und Nabel in einer Linie, usw.
Als innere Praxis wie das Zazen, doch mit der Erschwernis, dass wir uns bewegen und dennoch den Geist stillhalten, stellt Kinhin eine hohe Kunst dar. 
Getragen von der Energie, die durch die Erde hochkommt und die wir mit unseren Füßen wieder ausleiten, folgt unsere Muskulatur scheinbar natürlich, lückenlos. Unser Atem synchronisiert sich mit unserem Gehen, bis es eher unser Atem ist, der „geht“. Hierzu ist keine Anstrengung, sind keine Gedanken notwendig.
Kinhin ist auch: Haltung, genauso wie das Zazen. 
Das Wissen darum, wo unsere Füße sind, ist ein guter Ansatz für einen Bodhisattva. Vielleicht stellt es sogar eine der Bedingungungen dar.

„Ihr denkt alle, Zazen wäre „Sitzen im Zendo“. Es ist weit mehr als das. Wahre Übung findet vierundzwanzig Stunden am Tag statt“.
Shunryu Suzuki

Gassho,
Juen

„Call me by my true name“ ist ein Ausdruck von Thich Nath Hanh


2016-11-03 08.21.39


2016-11-14 07.37.59


2016-11-18 09.03.12


Comments