Wind & Wolken Sangha
eine Zen-Gemeinschaft in Schleswig-Holstein
Navigation

Aus den Fünf Achtsamkeitsübungen

Der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh bietet für die ersten Fünf Grundsätze erweiterte Deutungsmöglichkeiten an:

Nicht töten, sondern Leben bewahren -

Er spricht unter anderem davon, dass wir des Leidens gewahr werden sollten, welches durch die Zerstörung des Lebens hervorgerufen wird und Wege zu finden, alle Formen des Lebens zu unterstützen, andere nicht töten zu lassen und keinerlei Formen des Tötens zu unterstützen.
Wie töte ich in meiner Lebensweise? In meinem Denken? Woher kommt unheilvolles Handeln in mir? Wer oder was fühlt sich dann bedroht und warum?

Ein möglicher Weg dahin wäre die Frage, was an dem anderen so tötenswert ist und wie der/diejenige das wohl betrachtet. Kann ich - für einen Moment nur - den Unterschied, der uns trennt, beiseite legen und Qualitäten wie Offenheit und Geduld in mir hervorbringen? Was verändert sich danach?

Gewalt, Fanatismus, Dogmatismus beginnen nicht in „der Welt“. Sie beginnen heute in uns, gerade jetzt. Von Siddhartha Gautama bis Martin Luther King: sie wussten: „Hass wird niemals durch Hass besiegt...“
Wir können das auch nüchterner betrachten und die Neurophysiologen befragen nach Ihren Erkenntnissen über Spiegelneurone.
Oder wir können uns besinnen auf unsere Erfahrung und jene Momente, in denen wir wenig denken und wissen: wir rufen meistens in anderen genau das hervor, was wir ihnen entgegenbringen.
Und können wir alle nicht noch ein paar Freunde gebrauchen?

„Was für zwei Dinge bringen Nachteil? Ungeziemende Rede und schlechte Freundschaft; diese zwei Dinge bringen Nachteil.
Was für zwei Dinge bringen Vorteil? Geziemende Rede und rechte Freundschaft; diese zwei Dinge bringen Vorteil.“
Digha Nikaya 34.2, Übersetzung: K. Neumann

Gassho,
Juen


6292-P400-07




blog comments powered by Disqus